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Malerei-Spiel / Spiel-Malerei

Malerei ist für mich ein inneres Spiel. Ein Spiel , das, in dem Maß, wie ich mich in es hineinbegeben kann, mir etwas gibt und von mir etwas nimmt.

Die Regeln des Spiels werden von mir, von meiner derzeitigen inneren Verfassung, von dem von mir eingesetzten Material und von seiner materiellen Beschaffenheit bestimmt.

Die Reise mit bekannten Farben in unbekannte Formen, das innere Spiel also, fängt an. Die Farbe, die sich am Abenteuer, am Spiel, beteiligt, trifft sich auf ihrem Wege, wo sie, neben ihrer Eigenen auch meine Energie mit sich nehmend, mal eine Rast macht, und mal wieder seine Reiserasant fortsetzt, mit einer anderen Farbe und verwandelt sich.

Mit welcher Metamorphose sich das Spiel fortsetzen oder gar abschließen würde, ist nicht voraussagbar; aber voraussagbar ist, dass ich, um in dem begonnenen Abenteuer weitere Fortschritte machen zu können, das Kunstspiel in mir weiter entwickeln und es unbeirrt in den äußersten erreichbaren Punkt treiben müsste.

Die sensible Nervosität von Wols kratzte die Leinwand auf, Pollock’s Selbstvergessenheit tanzte aktionistisch auf der Fläche im Raum: Was haben die Künstler des Informell gesucht? Gibt es da noch was zu finden? Wenn das Spiel ein inneres ist, warum findet es dann außen statt? Was könnte das Unbewusste sein, wenn ich frage: Wo ist es und was macht es?

Diese Fragen gehen mich noch immer an…